Reiseziele
Südafrika
Eine Südafrika-Rundreise planen: beste Reisezeit, Safari, Weinroute, Kapstadt und Garden Route, mit Etappen, die in eine Route passen.

Südafrika bringt in einer einzigen Reise eine Vielfalt zusammen, die andere Länder über einen ganzen Kontinent verteilen. Eine Küstenstadt am Fuß eines Tafelbergs, eine Panoramastraße entlang des Ozeans, Weinberge, Wildparks und halbwüstenartige Landschaften: Alles liegt nur wenige Fahrstunden auseinander. Genau das macht die Route heikel, weil es verlockend ist, alles unterzubringen. Dieser Guide nennt die Etappen, die zusammenpassen, und die Jahreszeit, die sie angenehm macht.
Die beste Reisezeit
Das Land liegt auf der Südhalbkugel. Der südliche Winter von Juni bis August entspricht der Trockenzeit in den meisten Safari-Regionen: Die Vegetation ist niedrig, die Tiere sammeln sich an Wasserstellen, und die Beobachtung fällt leichter. Die Tage sind kühl, morgens und nachts sogar kalt, besonders in Höhenlagen. Das ist die gefragteste Zeit in den Parks. Wer die Menschenmengen meiden will, wählt den Übergang zwischen den Jahreszeiten.
Der südliche Sommer von Dezember bis Februar ist im Nordosten heiß und feucht, mit oft kurzen Schauern am späten Nachmittag. Die Vegetation ist dann dicht, was die Beobachtung in manchen Parks erschwert, die Landschaft aber sehr grün macht. Kapstadt und die Weinregion haben ein mediterranes Klima: Der Sommer ist trocken und windig, der Winter mild und regnerisch. Eine Reise kann also je nach Region zwei gegensätzliche Klimate durchqueren.
Kapstadt und Umgebung
Kapstadt verdient mehrere Tage, nicht wegen seiner Denkmäler, sondern wegen seiner Landschaft. Der Tafelberg überragt die Stadt und lässt sich zu Fuß oder mit der Bahn besteigen, wenn das Wetter es zulässt, denn der Gipfel ist oft bewölkt. Die Straße entlang der Halbinsel zum Kap der Guten Hoffnung führt an Stränden, Buchten und Vogelkolonien vorbei. Das ist ein leichter Fahrtag mit vielen möglichen Stopps.
Die Weinregion östlich der Stadt lässt sich an ein bis zwei Tagen besuchen. Stellenbosch und Franschhoek vereinen Weingüter, Restaurants und Landschaften mit Reben vor Bergen. Diese Etappe verbindet sich natürlich mit Kapstadt, weniger als eine Stunde entfernt. Sie ist auch eine gute Basis, um die Geschichte des Landes zu verstehen, zwischen kolonialer Architektur und schmerzhafter Erinnerung.
Die Garden Route
Die Garden Route ist ein grüner Küstenstreifen, der die Region um Kapstadt mit dem Osten des Landes verbindet. Sie wird über mehrere Tage mit dem Auto befahren, in kurzen Etappen. Man findet Lagunen, Wälder, Strände und Badeorte. Die Straße ist leicht und gut ausgeschildert, was sie zu einem guten Einstieg ins Fahren im Land macht.
Der Wert dieser Route hängt stark vom Tempo ab. In drei Tagen durchfährt man sie nur. In einer Woche kann man anhalten, im Wald wandern, zu bestimmten Zeiten Wale beobachten und die Strände genießen. Wie so oft ist die Route besser, wenn sie entlastet wird. Dieser Abschnitt verbindet sich gut mit einem ersten Besuch in Kapstadt und einer Erweiterung in einen Wildpark.
Parks und Safari
Die Safari ist oft der Hauptgrund der Reise. Der Krüger-Nationalpark im Nordosten ist der bekannteste und größte. Er lässt sich mit dem eigenen Auto oder mit einem Guide besuchen, und man übernachtet in Camps. Andere Reservate, privat oder provinziell, bieten stärker betreute Formen mit offenen Fahrzeugen und Guide. Die Wahl hängt vom Budget und vom gewünschten Maß an Selbstständigkeit ab.
Zwei Ratschläge hört man von fast allen Reisenden. Der erste: mindestens drei Nächte im selben Park einplanen, denn Beobachtungen hängen von Zufall und Zeit ab. Der zweite: früh morgens und am späten Nachmittag losfahren, wenn die Tiere aktiv sind. Der Rest des Tages ist oft heiß und ruhig. Zudem sollte man die Frage der Malaria je nach Region und Jahreszeit prüfen und vor der Abreise ärztlich klären.
Unterwegs
Das Auto ist das flexibelste Mittel, um das Land zu entdecken. Gefahren wird links, die Hauptstraßen sind gut, und die Entfernungen zwischen den Etappen sind lang. Eine Vier-Stunden-Strecke auf der Karte kann mit Stopps und Stadtverkehr leicht sechs Stunden dauern. Man sollte die täglichen Etappen begrenzen und Puffer einplanen.
Für lange Strecken bleibt das Inlandsflugzeug sinnvoll. Kapstadt mit dem Nordosten per Auto zu verbinden dauert mehrere Tage und bringt wenig. Inlandsflüge sind zahlreich und sparen Zeit, die man in Parks und an der Küste besser nutzt. Die Wahl zwischen Auto und Flug hängt also vor allem von der Gesamtdauer der Reise ab.
Wie viel Zeit einplanen
Eine erste Reise passt gut in zwei Wochen, mit drei Standorten: Kapstadt, Garden Route und ein Wildpark. Zwei Wochen erlauben, nicht zu hetzen und einen Puffertag zu behalten. Für die Weinregion in der Tiefe oder ein zweites Reservat sind drei Wochen bequemer. Unter zehn Tagen muss man zwischen Küste und Safari wählen, sonst verbringt man die Zeit mit Fahren.
Das Budget hängt vor allem an Unterkunft und geführten Safaris, die stark ins Gewicht fallen. Eine selbst organisierte Autoreise kostet deutlich weniger als eine vollständig betreute Rundreise. Wie bei jeder Fernreise hilft die Methode der Routenplanung, die Zeit vor der Buchung auf die Etappen zu verteilen.
Häufige Fehler
Der erste Fehler ist, die Entfernungen zu unterschätzen. Der zweite ist, eine Safari zu kurz anzusetzen, ein oder zwei Nächte, obwohl Beobachtung Zeit braucht. Der dritte ist, die morgendliche Kälte des südlichen Winters zu ignorieren, die in Parks und Höhenlagen überrascht. Schließlich konzentrieren viele Reisende alles auf einen Ort und merken zu spät, dass das Land groß ist.
Eine gute Methode, eine Südafrika-Route zu prüfen, ist, sie auf eine Karte zu zeichnen und dann die Fahrstunden zu zählen. Wirkt die Karte voll, ist sie voll. Gelungene Reisen in diesem Land sind fast immer die, bei denen man eine Etappe gestrichen hat. Wer unsicher ist, plant lieber eine Etappe weniger und entscheidet vor Ort, ob noch Zeit für eine Zugabe bleibt.